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Übergang Schule – Beruf in Wuppertal

Die NRW-Landesregierung setzt sich mit aller Kraft dafür ein, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nachhaltig zu verbessern. Kein Abschluss ohne Anschluss – nach diesem Motto führt Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland ein landesweit einheitliches und effizient gestaltetes Übergangssystem ein. Es nimmt alle Schülerinnen und Schüler in den Blick und ermöglicht ihnen einen guten, zielgerichteten Start in Ausbildung oder Studium.

Das neue Übergangssystem Schule-Beruf in NRW unterstützt die Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Berufs- und Studienorientierung, der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre Eltern werden in Nordrhein-Westfalen auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.

An der Umsetzung des neuen Übergangssystems wirken viele Partner und Akteure mit, auf Landesebene wie auf kommunaler Ebene, aus Wirtschaft und Schule. Grundlage dafür sind die Vereinbarungen im Ausbildungskonsens NRW. Die Partner im Ausbildungskonsens NRW, das sind die Landesregierung, die Bundesagentur für Arbeit, die Sozialpartner sowie die Kammern und Kommunen, haben sich 2011 auf das Gesamtkonzept für einen systematischen Übergang von der Schule in den Beruf verständigt und die gemeinsame Umsetzung vereinbart.

Aus Hauptschulmodell wird:

Übergang Schule – Beruf in NRW

Lokale Entwicklungsschritte seit 2008

Mit dem „Wuppertaler Hauptschulmodell“ (www.hauptschulmodell.de) wurden seit dem Projektstart im Januar 2008 die Chancen der Schülerinnen und Schüler nachweislich verbessert. Ziel war es durch einen strukturellen Ansatz, die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern an Hauptschulen flächendeckend zu verbessern und damit eine einheitliche Berufsvorbereitung bis hin zur Berufswegeentscheidung zu ermöglichen. Während vor Beginn des auf 5 Jahre angelegten Modellprojekts die direkte Integrationsquote von Jugendlichen aus den Schulen in Ausbildung bei 12 % lag, verlassen mittlerweile mehr als doppelt so viele Jugendliche die Schulen mit einem direkten Anschluss in Ausbildung (in 2012 mehr als 27 %).
Durch ein institutionsübergreifendes Netzwerk von Kooperationspartnern unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters gelang es gemeinsam mit den Schulen und Betrieben immer besser, den Berufsorientierungsprozess für Schülerinnen und Schüler zum Erfolg zu führen. Dabei orientierte sich der Modellansatz an dem Rahmenkonzept des Ausbildungskonsenses NRW (2007), der darauf Bezug nehmenden Rahmenvereinbarung auf Landesebene zwischen RD und MSW sowie dem Schulerlass zur Berufsorientierung in NRW.

Mit dem zwischen der Stiftung Partner für Schule NRW, der Bezirksregierung Düsseldorf, der Regionaldirektion und dem MSW verabredeten Transfer des Wuppertaler Hauptschulmodells auf die Landeskonzeption „STARTKLAR! mit Praxis fit für die Ausbildung in NRW“ wurde 2010 ein weiterer wesentlicher Schritt zur Übertragung und Verankerung der Inhalte wie Strukturen des Wuppertaler Modells getan. Damit einher ging die Öffnung des für alle Wuppertaler Hauptschulen geschaffenen Netzwerkes unter Einbeziehung von bisher einzelnen Gesamt- und Förderschulen. Zielleitend für die Programmkoordinierung war es es unverändert, einen roten Faden für die Berufsorientierung - inhaltlich wie zeitlich - in den Schulen zu verankern.
Dabei wirkten die Betriebe, Kammern und Verbände in herausragender Weise mit. Auch konnte erreicht werden, gemeinsame oder sich zeitlich aufeinander beziehende Aktionen zur Berufsorientierung konkret zu vereinbaren.

Zeitgleich mit der Einführung von STARTKLAR! erfolgte 2010 die Gründung des Bildungsbüros in Wuppertal. Von Beginn an waren flankierende Aufgaben der strukturellen Begleitung des Übergangs Schule–Beruf darin verankert.

Die in der Vergangenheit gemachten positiven Erfahrungen mit der Übergangsbegleitung haben den Rat der Stadt im November 2012 bewogen, sich dem Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“ anzuschließen.
 
Im Schuljahr 2013/14 werden 14 ehemalige STARTKLAR!- Schulen und 10 weitere BOP*-Schulen (insgesamt rd. 1400 Schülerinnen und Schüler allein in der Jahrgangsstufe 8) durch eine kommunale Koordinierungsstelle betreut.


*Berufsorientierungsprogramm des BMBF

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